125 Jahre Turngemeinde Ückendorf 1882/11 e.V.

 

Kurzfassung der Vereinsgeschichte

 

1882 Am 10. September folgten 30 junge Männer einem Aufruf zur Gründung eines Turnvereins in Ückendorf. Im Gasthaus Hermann Börste an der Bochumer Straße wurde in einer Konstituierenden Versammlung der Turnverein Ückendorf gegrün­det. Als erster Vorsitzender wurde der Amtssekretär Nonnenberg, der damals noch selbständigen Gemeinde Ückendorf, gewählt. Ihm war es zu verdanken, dass schon damals bei vielen Menschen die Begeisterung für den Sport geweckt wurde. Der Verein schloss sich gleich nach Gründung der Deutschen Turnerschaft an.

1883 durch eine Sammlung unter den Mitgliedern, und unter Mithilfe der ersten Mitgliedsbeiträge, wurden die ersten vereinseigenen Turngeräte ange­schafft. Schreinermeister Treutler fertigte für 60 Mark einen Barren, ein Reck, und ein Sprunggestell mit Sprungbrett. Geturnt wurde im Saal des Gasthauses Börste. Die volks­tümlichen Übungen (heute Leichtathletik) wurden auf einer gepachteten Bauernwiese durchgeführt. Um auch die Frauen näher an den Verein heranzuführen wurde beschlos­sen, in jedem Jahr zwei Tanzkränzchen durchzuführen. Man muss wissen, dass der Sport zur damaligen Zeit nur den Männern vorbehalten war.

1903Die Gemeinde Ückendorf verliert ihre Selbständigkeit, und wird ein Stadtteil von Gelsenkirchen.

1906 Obwohl noch immer keine Turnhalle vorhanden war, wurde das Vereinsmitglied Josef Krämer in die Olympiamannschaft der Deutschen Turnerschaft berufen. Von der Olympiade in Athen kehrt er mit vier Medaillen zurück und wird mit gro­ßem Bahnhof in Gelsenkirchen empfangen. Er war der erste Olympiasieger unserer Stadt.

1911 Gründung eines zweiten Turnvereins im Stadtteil Ückendorf, nämlich des Tus. Gelsenkirchen III. Römisch drei war die postalische Kennzahl für Ückendorf. Auch dieser Verein schließt sich der Deutschen Turnerschaft an. Aber noch mehr ereig­nete sich im Jahre 1911: Die erste Turnhalle wurde im Stadtteil Ückendorf gebaut, und zwar die heute noch bestehende Turnhalle der Alma-Schule. Wenn auch teilweise zer­stört, hat sie doch alle Kriegswirren  überstanden und war nach dem zweiten Weltkrieg jahrelang das Domizil der Ückendorfer Turnerinnen und Turner. Mit der Erstellung der Alma-Turnhalle begann in beiden Vereinen des Stadtteils Ückendorf eine große Aktivität. Jetzt ließ sich die angestrebte Breitenarbeit der Turnvereine verwirklichen, die auch heute noch für uns oberstes Gebot ist. Schüler-, Schülerinnen- und Jugendabteilungen wurden gegründet. Etwas ganz Neues aber war, dass auch Frauenabteilungen aufgestellt wurden. Frauen, die bisher nur zu Tanzkränzchen zugelassen waren, eroberten nun, wenn auch züchtig mit Pumphosen und Blusen bekleidet, den Turnsaal. Der Wirtshaus­saal und die Bauernwiese konnten ad akta gelegt werden. Geturnt wurde in der Halle, und für die Leichtathletik benutzte man den Schulhof.

1912 In diesem Jahre stellte die Gelsenkirchener Bergwerks AG dem Turnverein Ückendorf einen Spielplatz an den Gasbehältern ihrer Zeche Rheinelbe zur Verfügung. Dadurch konnte der Rahmen der Vereinsaufgaben erweitert werden, und zwar durch die Aufnahme des Schlag-, Faust-, und Handballspiels.

1914 Der erste Weltkrieg bricht aus und die Aufwärtsentwicklung (der Ückendorfer Turnvereine wird jäh unterbrochen. Alle jungen Leute wurden zum Kriegs­dienst einberufen. Der Turnbetrieb wurde eingestellt. Während er beim Tv. Ückendorf gänzlich ruhte, hatte der Tus. III das Glück, dass ein Turnratsmitglied vorzeitig aus dem Krieg heimkehrte. Er sammelte Jugendliche um sich, mit denen er notdürftig einen Turnbetrieb aufrechterhalten konnte.

1919 Von diesem Jahr an wird der Turnbetrieb in beiden Vereinen wieder voll aufgenommen. Die Deutsche Turnerschaft ordnet ihre Turnkreise neu, und beide Ückendorfer Vereine werden dem Niederrheinischen Turnkreis 8b und dem Ruhr-Turngau zugeteilt.

1923 Dieses Jahr wurde durch die Inflation überschattet, unter der auch die Vereinsfinanzen litten. Dadurch wurde zwar das Aufwärtsstreben der Vereine gehemmt, doch die finanziellen Wirrnisse konnten sie nicht zum Erliegen bringen. Grö­ßere Schwierigkeiten brachte die französische Besatzung an Rhein und Ruhr. Sie machte Passschwierigkeiten beim Besuch von Turnfesten, die außerhalb ihres Besatzungsgebie­tes lagen. Trotzdem gelang es 40 Teilnehmern beider Ückendorfer Turnvereine, am Deutschen Turnfest in München aktiv teilzunehmen.

1929 Erstmalig beteiligt sich eine Mannschaft des Tv. Ückendorf an den Rundenspielen im Handball. Anfangs standen die führenden Männer des Vereins dem Spiel skeptisch gegenüber, da man Jahre vorher mit der Aufnahme des Fußballspiels schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Die jungen Leichtathleten, die das Handballspiel als Ausgleichssport betrachteten, setzten sich schließlich durch. Das Handballspiel wird bis zum heutigen Tag in unserem Verein mit gutem Erfolg gepflegt, und man kann ihn als den Handballpionier der Stadt Gelsenkirchen bezeichnen.

1933 Der Nationalsozialismus ergreift die Macht in Deutschland. Dies bedeutete die Gleichschaltung im Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübun­gen. Kleinere Vereine wurden aufgelöst, oder mussten sich einem größeren Verein an­schließen. Diese Verordnung betraf den Tv. Ückendorf als größeren Verein nicht, jedoch den wesentlich kleineren Tus Gelsenkirchen III. Er schloss sich mit den Sportlern des Ev. Eichenkreuzverbandes dem Turnverein Rheinelbe an. Dieser Zusammenschluss erwies sich in jeder Hinsicht als positiv. Man fand hier ideale Trainingsstätten vor, und erhielt auch die volle Unterstützung der Rheinelbe Bergbau Gesellschaft. Sie wurde noch stärker, als der Verein 1938 zur Betriebssportgemeinschaft erklärt wurde.

1939 Durch den Ausbruch des2. Weltkrieges wurde dem stetigen Wachsen der Ückendorfer Vereine erneut Einhalt geboten. Im Tv. Ückendorf wurde der Turn­betrieb zunächst eingeschränkt, kam aber im Jahre 1940 vollkommen zum Erliegen. Fast alle Vorturner und aktiven Turner waren zum Kriegsdienst einberufen worden, viele davon mussten ihr junges Leben lassen. Im TuS III war es nicht anders, doch trotz Krieg und Fliegeralarm konnte der Übungsbetrieb, wenn auch notdürftig und unter erschwer­ten Umständen, bis Kriegsende aufrechterhalten werden.

1945 Die Turnvereine wurden durch die Siegermächte verboten. Dieses Verbot konnte aber durch so genannte Neugründungen umgangen werden. Schon im Oktober kamen einige unentwegte Turner überein, mit der Arbeit im Verein neu zu be­ginnen.

1946 Am 3. Januar hält der wiedererstandene Tus. III seine erste Turnstunde in der Turnhalle der Zeche Holland ab. Diese lag etwas.'abseits und der Besuch der Turnstunden war schwach. Als aber die Engländer die alte Übungsstätte auf der Zeche Rheinelbe räumten, änderte sich dies schlagartig. Der Tv. Ückendorf hatte es da schwe­rer, denn die Alemania-Halle war für einen ordentlichen Übungssport nicht geeignet.

1947 Es waren altbewährte Ückendorfer Turner, die richtungweisend für den Kreis Gelsenkirchen wurden. Dieser Turnkreis Gelsenkirchen, der Anfang des Jahres gegründet wurde, war praktisch ein Vorgänger der heutigen Fachschaft Turnen. Eine Tatsache die leider im Laufe der Jahre in Vergessenheit geraten ist. Schon am 29. April dieses Jahres führte der Turnkreis seinen ersten Gerätewettkampf in der Rheinelbe Turnhalle durch. Vier Wochen später gründeten Vertreter des früheren Arbeiter- Turn- und Sportbundes und der Deutschen Turnerschaft den Westfälischen Turnerbund. Bei der Neuaufteilung dieses Verbandes wurden beide Ückendorfer Vereine dem Münsterländer Turngau zugeteilt, dem die Turngemeinde Ückendorf noch heute angehört. Die Handballer des Tv. Ückendorf schlossen sich dem Deutschen Handballbund an.

1948 Der Tv. Ückendorf kann endlich wieder seine Übungsstunden in der instand- gesetzten Turnhalle der Alma-Schule abhalten.

1957 Im großen Rahmen feiert der Tv. Ückendorf sein 75-jähriges Bestehen. Nach diesen Feierlichkeiten beginnen die ersten Vorgespräche zur Vereinigung beider Ückendorfer Turnvereine. Immer mehr Stimmen zu diesem Schritt wurden laut, besonders von den jungen Turnerinnen und Turnern.

1958 Am 7. Januar treffen sich die Vertreter beider Vereine zu einer abschließenden letztmaligen Versammlung. Man entschied sich für den neuen Vereins­namen:

Turngemeinde Ückendorf 1882/11

In der kurzfristig einberufenen Vereinsversammlung am 26. Januar wurde diesem Namen entsprochen und die Vereinigung einstimmig besiegelt. Grün-Weiß sind auch seither unsere Vereinsfarben.

Besonders die Turnmannschaften profitierten von dem Zusammenschluss. Sie wurden noch im gleichen Jahre in allen Klassen Stadt-Mannschaftsmeister.

1960 Die Turnerinnenmannschaft wird in Dülmen zum ersten Male Westfalenmei­ster im Kunstturnen.

1961 Die Turngemeinde Ückendorf richtet die Westfalenmeisterschaften im Kunstturnen der Frauen aus. Abermals wird die Turnerinnen-Mannschaft Westfalenmeister.

1972 Die Mannschaft der Jugendturner wird Gaumeister und erkämpft sich die Teilnahme an den Westfälischen Meisterschaften. Sie wurden abermals von unserem Verein in Gelsenkirchen ausgerichtet.

1981 Der Ruf nach einer neuen Sportart wird immer lauter, und so gründet der Verein im selben Jahre eine Volleyball-Abteilung.

1982 Die Turngemeinde Ückendorf feiert ihr 100- jähriges Bestehen. Höhepunkt desselben ist ein Festakt mit seinem Festredner, Herr Dr. Otto Wolff von Ame­rongen, und dem anschließenden großen Festball.

1984 Der „Lauftreff" Ückendorf wird gegründet, der zu einem festen Bestandteil unseres Vereins wird.

1986 Eine große Ehre wird der Turngemeinde Ückendorf zuteil. Von 367 Vereinen des gesamten Bundesgebietes, die mit der Sportplakette des Bundespräsidenten ausgezeichnet werden, ist sie einer der 21 Vereine, die diese Ehrung aus der Hand des Bundespräsidenten persönlich in Empfang nehmen. Diese Ehrung fand am 19. September in einer besonderen Feierstunde in Arnsberg statt. Als Vertreter unserer Stadt war Herr Bürgermeister König zugegen. Es ist schon ein erhabenes Gefühl zu den Vereinen zu gehören, die als besonders ehrenwürdig erachtet werden.

1987 Jahr des 105jährigen Bestehens der Turngemeinde Ückendorf. Mit über 40 Teilnehmern ist der Verein beim Deutschen Turnfest in Berlin vertreten, und verdient sich ein besonderes Lob zum Auftreten beim Festzug. Im Juni wird im Rah­men der Jubiläumsfeiern der 1. Abend-Volkslauf durchgeführt. Der 1. Handballmann­schaft gelingt der Aufstieg in die Bezirksliga. Das Vereinsjubiläum wird mit einem Festball am 7. November in der Aula der Gesamtschule Ückendorf abgeschlossen.

1988 Der Erfolg und die guten Teilnehmerzahlen beim 1. Abend-Volkslauf veranlassen den Vorstand die Abteilung Lauftreff zu beauftragen, den Abend-Volkslauf jedes Jahr durchzuführen. Die Turner der 1. Riege werden abermals Bezirksmeister und starten in Zukunft in der Gauliga I. Beim Bezirksturnfest in Oer­-Erkenschwick erhält die Turngemeinde den Ehrenpreis der Stadt als erfolgreichster Verein.

1989 Der 1. Handballmannschaft ist es nicht gelungen die Bezirksliga zu halten. Drei 1. Sieger stellt der Verein beim Gauturnfest in Lengerich. Die 1. Turnriege erzielt den 3. Rang im Endkampf der Gauliga und erreicht damit die Teilnahme am Aufstiegskampf zur Landesliga.

1990 Der Westfälische Turnerbund richtet in Bochum und Dortmund das Deutsche Turnfest aus. Recht zahlreich vertreten ist dabei die TGÜ durch Wettkämpfer, Kampfrichter und beim Festzug. Die Alterssportlerinnen und -sportler erringen- bei den Stadtmeisterschaften alle Wanderpreise. Die Turner verpassen den Aufstieg in die Landesliga, holen aber den Wanderpokal der Bezirksliga endgültig nach Ückendorf. Die 1. Handballmannschaft erzielt wieder den Aufstieg in die Bezirksliga. Um sich zu verstärken beschließt die Handballabteilung eine Fusion mit dem TV Heßler. Die Mannschaften spielen künftig unter dem Namen HSG Ückendorf/Heßler.

1991 Der Verein beteiligt sich zum 4. Male an einem Turnfest des Österreichischen Turnerbundes in Graz. Der Lauftreff feiert Jubiläum und führt zum 5. Male den Ückendorfer Abend-Volkslauf durch. Zwei Teilnehmer wagen den Start beim Berlin-Marathon und kommen auch gut durchs Ziel. Bei den Stadtmeisterschaften der Alterssportler wiederholen die Vereins-Senioren den Erfolg des Vorjahres und gewin­nen auch den erstmals gestifteten Fee-Kürpick-Fairnispokal. Mit der Fachschaft Turnen richtet die Turngemeinde Ückendorf das Bezirksturnfest des 3. Bezirks im Münsterland Turngau aus. Dieses wird in der Gesamtschule Ückendorf durchgeführt, wobei die Turngemeinde Ückendorf allein 11 erste Siege erzielt.

1992 Jahr des 110jährigen Bestehens der Turngemeinde Ückendorf. Das traditionelle Handball-Turnier, ein Faust- und Volleyballturnier, leichtath­letische Wettkämpfe und der 6. Ückendorfer Abend-Volkslauf bestimmen im Juni die Aktivitäten des Vereins. Die Vereinsfeiern werden mit dem Stiftungsfest am 31. Oktober in der Aula der Gesamtschule Ückendorf abgeschlossen.

1993/1994 Der Lauftreff der Turngemeinde Ückendorf kann auf ein zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Neben der jährli­chen Ausrichtung des Ückendorfer Abendvolkslaufs, beteiligt sich die Abteilung erfolgreich an vielen Volksläufen in Nordrhein-Westfalen. Einige Abteilungsmitglieder krönen ihre sportlichen Aktivitäten in der erfolgreichen Teilnahme an den Marathon­läufen in New York, London und Berlin. Die Alterssportlerinnen und -sportler des Vereins erringen beim Stadt-Alterssportfest im Jahn-Stadion alle Wanderpokale. Die Handball-Abteilung erfährt einen Wechsel in der Abteilungsleitung. Um die Jugendar­beit zu intensivieren gründet der neue Handball-Obmann Bernd Kleppek eine Minigrup­pe. Schon nach kurzer Zeit wächst diese Gruppe auf über 30 Kinder an. Sie hat bereits mit kleinen Anfangserfolgen an Handballturnieren teilgenommen. Die 1. Handball­mannschaft muss leider wieder den Abstieg aus der Bezirksliga hinnehmen. Der Frauenmannschaft gelingt es Meister in der Kreisklasse zu werden und somit in die nächsthöhere Spielklasse aufzusteigen. Der Ehren-Oberturnwart und 2. Vorsitzende des Turnbezirks Werner Kleppek wird in Mettingen zum Ehrenmitglied des Turngaues Münsterland ernannt. Die Turnriege, durch Turner des TSV Marl-Hüls verstärkt, erringt die Gaumeisterschaft in der Kunstturnklasse A. Zwei Turner erreichen die Kampfrichter­lizenz für die Kunstturn-Landes- und Bundesliga. Mit 23 Turnerinnen und Turnern nimmt der Verein am Deutschen Turnfest in Hamburg teil. Alle Teilnehmer erringen eine Siegerplakette, herausragend aber der 2. Rang unseres Männerturnwartes Volker Gralla. Kurz danach wird Wander- und Kulturwart Lothar Henrichs Super-Sportler des Monats Juni 1994. Gewählt durch ein Kuratorium bestehend aus: Stadtsportbund, Radio Emscher-Lippe, Kaufhof- Mode und Sport, Volksbank und dem Stadtpiegel.

1995 Beim Alterssportfest der Stadt wurden zwei Wanderpokale verteidigt. Die

F-Jugend der Handballer gewann ihr erstes Spielfest. Der Lauftreff war in Bitburg, Egmont, Duisburg, Bertlich, Arolsen und Haltern am Start. Marathonläufe wurden in Hamburg, Essen, Berlin und Stockholm (14 Teilnehmer) absolviert.

1996Acht Teilnehmer starten beim Österreichischen Bundesturnfest. Der Wanderpokal der Frauen beim Alterssportfest bleibt für immer in Ückendorf. Ein Marathoni geht in Boston an den Start. Der Leiter und Gründer des Lauftreffs Wolfgang Julius stirbt plötzlich und unerwartet.

1997 Zehn Sportler beteiligen sich am Landesturnfest in Paderborn. Ein Team aus vier Mitgliedern übernimmt die Leitung des Lauftreffs. Einige Vertreter des Lauftreffs übernehmen in der Fachschaft Turnen die Organisation des Buga–Laufes. 16 Frauen wirken zweimal bei einer Vorführung mit einer Jazz Gymnastik auf der Buga mit.

1998 Die Geschäftsführerin Friedel Binaschewski und der Ehrenoberturnwart WernerKleppek werden vom Stadtsportbund mit einer Plakette geehrt. 20 Sportler gehen beim Deutschen Turnfest in München an den Start. Einige Marathonläufer starten in Rotterdam. Beim Handball wird die E-Jugend Kreismeister. Das Handball-Turnier wird immer größer und wie in den Vorjahren ein erfolgreiches Wochenende. Im November feiern wir im Saal der Heilig Kreuz Kirche unser Herbstfest.

1999 Beim Gauturnfest in Steinfurt waren nur zwei Turner am Start, wobei Volker Gralla in seiner Altersklasse den Wettkampf als Sieger beendete. Die C-Jugend der Handballer wird Kreismeister.

2000 Der tragische Tod des 1. Kassierers Siegfried Stickel bringt den Verein in eine schwierige Lage. Die B-Jugend der Handballer wird in Hamburg Turniersieger.

2001 Dem Ehrenvorsitzenden unseres Vereins Prof. Dr. Heinz Reichmann wird das Bundesverdienstkreuz verliehen. Bei den Handballern wird die D-Jugend Bezirksmeister. Durch den Tod von Doris Rietz muss die Mutter und Kind Abteilung geschlossen werden.

2002 Etliche Mitglieder nehmen am Deutschen Turnfest in Leipzig teil. Das traditionelle Handball-Turnier wird von 90 Mannschaften besucht. Beim Sportfest im Park, dem ehemaligen Alterssportfest, gehen wieder 2 Pokale nach Ückendorf. Die Stadtteiloffensive Gelsenkirchen Ückendorf lädt zur Panorama-Abendwanderung, mit der TGÜ als Ausrichter.

2003 Im Mai veranstaltet der Verein in Zusammenarbeit mit dem Umweltamt einen Jugendwandertag. Im Oktober findet wieder das Herbstfest statt. Beim zweiten Ückendorfer Weihnachtsmarkt ist der Verein mit einem Stand vertreten.

2004 Unser Ehrenoberturnwart Werner Kleppek bekommt die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Ein Kinder–Spielfest wird im Rahmen des Handball–Turniers durchgeführt. Der Lauftreff feiert seinen 20.Geburtstag und startet einen „Lauf ins Blaue“. 80 Läufer nehmen daran teil.

2005/2006 Eine Walker bzw. Nordic–Walker Gruppe ist entstanden. Die Kinder–Olympiade wird fester Bestandteil. Nikolausfeier, Adventfeier, Himmelfahrtausflug und Panoramawanderung kamen gut an. Bei der Aktion „GE putzt“ waren wir auch in diesem Jahr wieder vertreten.

2007 Im Jahr 2007 feierte die Turngemeinde Ückendorf ihr 125-jähriges Vereinsjubiläum. Dieses wurde mit einem Festabend begangen. Als Anerkennung überreichte der WTB das Walter Kolb Schild sowie das WTB-Wappen auf Eichenplatte. Außerdem erhielten Hans-Georg Rietz, Christel Lindner und Alfred Eglinski die bronzene Ehrennadel des WTB.

Beim Handball belegte die Damen Mannschaft den 1.Tabellenplatz und stieg somit in die Bezirksliga auf. Gleiches gelang den Männern, die damit den Sprung in die 1.Kreisklasse schafften.

Auch der Lauftreff war wie in allen Jahren zuvor bei vielen Laufveranstaltungen bestens vertreten. Unter anderem beim Berlin Marathon, Jungfrauenmarathon, Benrather Halbmarathon, sowie den Bertlicher Straßenläufen und der Duisburger Winterlaufserie. Außerdem wurden erstmals Vereinsmeisterschaften im 3000m Lauf ausgetragen.

2008 Zum vierten Mal richteten wir im Rahmen des Handball-Turniers die Kinderolympiade aus. Diese wird von Jahr zu Jahr immer besser angenommen. Nach dem Aufstieg in die Bezirksliga hätten die Handball-Damen fasst den Durchmarsch geschafft. In den Relegationsspielen zur Landesliga scheiterten sie knapp. Beim Sportfest im Park wurden wieder mehrere Pokale gewonnen. Der Lauftreff und die Walker haben unter der neuen Führung viele neue Mitstreiter gefunden. Wie schon im Vorjahr beteiligte man sich wieder an vielen Laufwettbewerben.

2009 Die Handball Damen schaffen den Aufstieg in die Landesliga. Der Lauftreff feierte sein 25-jähriges Bestehen und war wieder bei vielen Läufen aktiv. Außerdem richten sie den 1. Ückendorfer Abendvolkslauf aus, bei dem über 100 Läufer am Start waren. Gleich mehrere Pokale konnten im Seniorenbereich beim Sportfest im Park errungen werden.

2010 Im Januar schließt sich eine komplette Frauen Gymnastikgruppe eines anderen Vereins der TGÜ an. Im Februar erklärt uns der Handball Obmann, dass die Abteilung zum Saisonende den Verein verlassen wird. Die Damen steigen wieder aus der Landesliga ab. Im Juli wird mit Erfolg der 2. Ückendorfer Abendvolkslauf durchgeführt. Der Lauftreff war wie schon in den letzten Jahren sehr aktiv. Bei vielen Läufen waren unsere Mitglieder am Start. Die Kinder Olympiade litt unter anderen Veranstaltungen, die zur gleichen Zeit in unserem Stadtteil liefen. Beim Sportfest im Park konnten die Senioren abermals 3 Pokale gewinnen.

Kurz nach Vollendung seines 90. Geburtstags verstarb unser Ehrenoberturnwart Werner Kleppek. Viele Jahrzehnte war er in unserem Verein in vielen Ämtern tätig.

 

Diese Kurzfassung der Vereinsgeschichte sollte den Werdegang des Vereins widerspiegeln. Vielen Lesern , besonders aber den Jüngeren, wollten wir einmal aufzeigen, wie sich der Verein im Laufe von 128 Jahren entwickelt hat. Mit Befriedigung können wir heute auf die verflossenen Jahre zurückblicken. Durch die Opferwilligkeit seiner Mitglieder, besonders aber der leitenden Frauen und Männer, sind wir aus eigener Kraft groß geworden. Möge es dem Verein nie an arbeitsfreudigen Frauen und Männern fehlen, welche zu immer neuem Schaffen bereit sind. Nur ihr selbstloser Einsatz gewährleistet auch in den kommenden Jahren einen weiteren Aufstieg. Dies ist der Wunsch für die nächsten Vereinsjahre.

 

WernerKleppek                                                                 Alfred Eglinski

Ehren-Oberturnwart                                                          2. Vorsitzender

Chronik
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